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Pager1. Was sind Pager?Pager sind kleine Empfänger für Texte, die per Funk
übermittelt werden. Die ”Pieper”, wie die Pager auch im
Volksmund genannt werden, signalisieren ihrem Besitzer durch piepsen oder
vibrieren, daß eine Nachricht eingetroffen ist. Im Gegensatz zum Handy
braucht man den Pager nicht abschalten, wenn man nicht gestört werden will.
Man kann, muß aber nicht zurückrufen. Die Nachrichten werden
gespeichert, und können zu jedem beliebigen Zeitpunkt wieder abgerufen
werden. Zusätzlich zu den üblichen Nachrichtenübermittlungen
können außerdem diverse Zusatzdienste wie zum Beispiel Info- und
Sekretariatsdienste in Anspruch genommen werden, die von Anbieter zu Anbieter
unterschiedlich sind. In Deutschland gibt es vier verschiedene
Pager-Netzanbieter. QUIX, TELMI, SKYPER und
SCALL.
2. Wie gelangen die Nachrichten zum Benutzer am Beispiel QUIX?Alle QUIX-Botschaften landen in der QUIX-Zentrale in Hannover. Von dort
werden sie über eine Bodenstation an den Eutelsat-Satelliten und
zurück zur Erde auf die jeweilige Basisstation und an den
QUIX-Empfänger gesendet. Das ganze dauert nur wenige Sekunden.
3. Die Entwicklung der PagerDas älteste Model des Pagers ist der Tonpager, der dem Benutzer per
Tonfolge verrät, wer ”dringend” zurückgerufen werden soll.
Die nächste Generation der Pager war der Ziffern- oder Numeric-Pager, der
bis zu 15 Ziffern anzeigen kann, wie zum Beispiel die Telefonnummer, die man
anrufen soll. Im Zuge dieser begrenzten Möglichkeit dachten sich einige
Benutzer und Hersteller (Swatch gibt sogar ein eigenes ”Secret Code
Booklet” mit über 200 Codes heraus) Codes aus um Nachrichten zu
versenden. Der Text- oder Alphanumerische Pager kann Textbotschaften darstellen,
welche nicht wie bei den zwei Vorgängermodellen über eine
Tastenkombination am Telefon eingegeben werden, sondern man ruft bei einer
Servicezentrale an, wo einem ”Operator” der zu übermittelnde
Text diktiert wird. Die neueste Generation der Pager ist bereits in den USA auf
dem Markt. Sie können Grafiken und digitalisierte Stimmen übermitteln
oder verschlüsselte Nachrichten empfangen können.
4. Wie sicher sind Pager?Das ist eine Frage die für den Benutzer immer mehr an Bedeutung
zunimmt, in dem heutigen ”Datensumpf”. Zur Sicherheit von
Pagingsystemen läßt sich eigentlich nur sagen, daß alle Systeme
unverschlüsselt arbeiten, d.h. mit einem normalen Scannerempfänger und
einer kleinen Zusatzhardware zur Digitalwandlung kann man alle Pagerdienste
”abhören”. Bei Scall gibt es noch die Möglichkeit,
jemanden einfach in eine andere Rufzone umzubuchen, er bekommt dann keine
Nachrichten mehr. Zum Umbuchen braucht man nur die Scallnummer und eine
vierstellige PIN, das sind die letzten Ziffern der Geräte-ID (steht auf dem
Empfänger). Es gibt aber die Möglichkeit, die PIN zu
ändern.
5. Was kostet Paging?Neben den kosten für die Anschaffung fallen für den Benutzer
keine weiteren kosten an. Da die Pagingangebote auf dem CPP-Prinzip (Calling
Party Pays) basieren, d.h. der Anrufer bezahlt die Gebühren in Höhe
von 2,40 DM pro Nachricht. Dadurch sind Pager vor allem für junge Menschen,
die sich kein Handy leisten können, interessant. In Hongkong oder Singapur
etwa setzte bereits 1997 jeder fünfte Teenager auf Paging.
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